Eine kleine weiße Tasse, die nach Urlaub schmeckt

Eine kleine weiße Tasse, die nach Urlaub schmeckt

Martina Prysch

 Warum Julius Meinl zu SLAVENA gehört – obwohl die Geschichte in Wien beginnt

Manchmal braucht es erstaunlich wenig, um uns gedanklich an einen anderen Ort zu bringen.

Eine kleine weiße Tasse. Ein Glas Wasser daneben. Stimmen vom Nachbartisch. Sonne. Zeit.

„Jedan macchiato, molim.“

Und in dem Moment, in dem die Tasse auf dem Tisch steht, ist es wieder da: dieses Gefühl von Urlaub, Café, langen Gesprächen und dem Gedanken, dass man heute eigentlich nirgendwo hinmuss.

Wer viel Zeit in Kroatien verbringt, kennt die weißen Julius-Meinl-Tassen aus unzähligen Cafés. Für viele von uns gehören sie längst zu diesem Bild.

Und genau deshalb gibt es sie bei SLAVENA.

Nicht, weil Julius Meinl kroatisch wäre.

Ganz im Gegenteil: Die Geschichte beginnt 1862 in Wien.

Und vielleicht ist gerade das der schönste Teil daran.

Unsere Geschichte hat nie an einer Grenze aufgehört

Um zu verstehen, warum sich eine Wiener Kaffeetasse an der Adria so selbstverständlich anfühlen kann, muss man ein wenig zurückschauen.

Kroatien, Slowenien, Teile des heutigen Polens und weitere Regionen Mittel- und Südosteuropas waren über lange Zeit Teil der Habsburgermonarchie beziehungsweise später Österreich-Ungarns. Auch Bosnien und Herzegowina stand ab dem späten 19. Jahrhundert unter österreichisch-ungarischer Verwaltung.

Wien, Zagreb, Ljubljana, Sarajevo, Krakau und viele andere Städte waren dadurch auf unterschiedlichste Weise miteinander verbunden.

Menschen reisten. Waren wurden gehandelt. Rezepte wanderten. Architektur, Handwerk, Sprache und Alltagskultur beeinflussten sich gegenseitig.

Und natürlich auch die Art, wie man Kaffee trank.

Die Wiener Kaffeehauskultur blieb nicht einfach in Wien. Genauso wenig existierten die slawischen Kulturen isoliert voneinander.

Sie begegneten sich. Sie beeinflussten sich. Und vieles davon ist uns bis heute vertraut.

Und mittendrin: Julius Meinl

Julius Meinl wurde 1862 in Wien gegründet und wuchs in genau dieser mitteleuropäischen Welt.

Das Unternehmen expandierte schon früh über Österreich hinaus. 1913 war Julius Meinl der größte Kaffeeröster der österreichisch-ungarischen Monarchie. Später gab es Meinl-Geschäfte unter anderem auch in Jugoslawien und Polen.

Julius Meinl ist also österreichisch.

Aber seine Geschichte war schon früh europäisch und grenzüberschreitend.

Und vielleicht ist es deshalb gar nicht so überraschend, dass uns dieser Name Generationen später in Zagreb, an der Adria oder irgendwo zwischen Ljubljana und Sarajevo so vertraut vorkommt.

Und dann kamen unsere Omas …

Viele Familien aus dem ehemaligen Jugoslawien kennen noch die Geschichten von früher.

Man fuhr nach Österreich oder über die Grenze, um einzukaufen. Manche Dinge waren zu Hause schwerer erhältlich, manches günstiger und anderes einfach begehrt.

Und dann wurde gewartet.

Unsere Omas und Mamas standen Schlange, kauften ein, packten Taschen und Autos voll und brachten ihre Einkäufe wieder mit nach Hause.

Auch Julius Meinl gehörte für viele zu diesen bekannten Namen.

Heute klingt das fast ein bisschen verrückt. Wir bestellen etwas mit dem Handy und wundern uns, wenn es drei Tage dauert.

Damals fuhr man über Grenzen und wartete für Dinge, die man haben wollte.

Aber vielleicht machte gerade das sie besonders.

Was ursprünglich aus Österreich kam, stand irgendwann selbstverständlich zu Hause im Schrank, wurde Gästen angeboten und gehörte zu Familienbesuchen und Nachmittagen am Küchentisch.

Irgendwann war es nicht mehr einfach „etwas aus Österreich“. Es war Teil der eigenen Erinnerung geworden.

Kultur fragt eben selten nach einem Reisepass.

Heute reicht manchmal schon eine Tasse

Bei SLAVENA geht es heute nicht darum, Julius-Meinl-Kaffee zu verkaufen.

Wir wollten die Tassen.

Genau diese kleinen weißen Tassen, die man aus der Gastronomie kennt.

Denn natürlich könnten wir irgendeine Espressotasse anbieten.

Aber irgendeine Tasse löst nicht dasselbe Gefühl aus.

Du sitzt morgens im Urlaub im Café.

„Jedan macchiato, molim.“

Die Tasse kommt. Ein Glas Wasser dazu.

Vielleicht blättert jemand am Nachbartisch durch die Zeitung. Irgendwo klappern Teller. Man schaut ein bisschen den Menschen zu.

Eigentlich wollte man nur schnell einen Kaffee trinken.

Dann kommt noch jemand dazu.

„Ajde, još jednu.“

Noch einen.

Und plötzlich sitzt man eine Stunde dort.

Genau dieses Gefühl möchten wir mit nach Hause nehmen.


Aber SLAVENA ist doch nicht nur Kroatien?

Nein.

Und das möchten wir auch gar nicht sein.

Kroatien ist ein wichtiger Teil unserer Geschichte Inspiration und sind unsere Wurzeln. Aber SLAVENA steht für slawisches Lebensgefühl – nicht für ein einziges Land.

Für Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Slowenien, Polen und die vielen unterschiedlichen Regionen, Traditionen und Geschichten der slawischen Welt.

Gleichzeitig gehören für uns auch die jahrhundertelangen Verbindungen zu Österreich und Mitteleuropa dazu.

Unsere Kulturen waren nie hermetisch voneinander getrennt.

Sie haben miteinander gehandelt, gekocht, gelebt und gefeiert. Sie haben Dinge voneinander übernommen, weiterentwickelt und daraus etwas Eigenes gemacht.

Bis heute erkennt man diese Verbindungen in Architektur, Essen, Sprache, Musik – und manchmal eben auch beim Kaffee.

Genau das ist SLAVENA

Bei SLAVENA geht es nicht darum, jedes Produkt einem bestimmten Land zuzuordnen.

Es geht um slawisches Lebensgefühl – um Gastfreundschaft, Familie und Freunde, lange Abende am gedeckten Tisch, Traditionen und Erinnerungen.

Und auch um die Einflüsse unserer Nachbarn, die unsere Kultur und unseren Alltag seit Generationen mitprägen.

Deshalb darf auch eine österreichische Julius-Meinl-Tasse ein Gefühl von Urlaub an der Adria auslösen.

Denn manchmal ist gar nicht entscheidend, wo etwas ursprünglich herkommt.

Entscheidend ist, welche Geschichte und welches Gefühl wir damit verbinden.

Vielleicht passt ein ganzes Lebensgefühl in eine kleine Tasse

Vielleicht wurde sie in Österreich bekannt.

Vielleicht erinnert sie dich an Kroatien.

Vielleicht kennst du sie aus einem Café in Zagreb, Split oder irgendwo an der Adria.

Vielleicht denkst du dabei an deine Oma.

Oder an einen Sommer, an dem du morgens immer im selben Café gesessen hast.

Und vielleicht steht sie morgen bei dir zu Hause in München, Wien, Sarajevo, Belgrad oder Warschau.

Genau darum geht es uns.

Nicht darum, Grenzen zu ziehen.

Sondern darum, Erinnerungen, Traditionen und dieses besondere slawische Lebensgefühl miteinander zu verbinden.

Und manchmal braucht es dafür nicht mehr als eine kleine weiße Tasse, einen Macchiato und ein bisschen Zeit. 🤍☕️

SLAVENA – Tradition trifft Design.

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